HANNOVER. Die betreiberunabhängigen Dosismessungen durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) am Zaun des Betriebsgeländes des von der Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) betriebenen Werkes Gorleben haben für das Jahr 2011 einen Gesamtstrahlungswert von 0,23 Millisievert (mSv) ergeben. Dabei handelt es sich um die vom Transportbehälterlager (TBL) ausgehende Strahlung am sogenannten ungünstigsten Aufpunkt am Betriebsgeländezaun. Das Ergebnis der unabhängigen Messstelle stimmt mit der im vergangenen September für das Jahr 2011 vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz (NMU) prognostizierten Jahresdosis von 0,235 mSv sehr gut überein.
Der NLWKN hatte Mitte vorigen Jahres mitgeteilt, dass eine Überschreitung des sogenannten Eingreifwertes von 0,27 mSv pro Jahr am Zaun des Betriebsgeländes in Bezug auf ein einzelnes Messergebnis nicht sicher auszuschließen sei und bis zum Jahresende der Genehmigungswert von 0,3 mSv pro Jahr überschritten werden könnte. Daraufhin hatte das Umweltministerium im August 2011 die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), die als das nationale Metrologieinstitut die höchste Instanz für das Messwesen in Deutschland ist, mit zusätzlichen Messungen beauftragt, um die Prognosesicherheit zu erhöhen.
Die PTB hatte festgestellt, dass für die Gammastrahlung am Betriebsgeländezaun (ungünstigster Aufpunkt) kein messbarer Beitrag vom TBL vorhanden ist. Somit wird der Dosiswert allein durch gestreute Neutronen verursacht.
Die GNS hatte in ihrem Jahresbericht zur Umgebungsüberwachung für die Dosisleistung im Jahr 2011 an der ungünstigsten Stelle am Betriebsgeländezaun einen Betrag von 0,195 mSv ermittelt. Die GNS verwendet andere Messgeräte sowie vor allem eine andere Messmethodik.
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