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Eigenvorsorge betreiben. Versicherungsschutz prüfen.

Weniger als zehn Prozent der Niedersachsen sind gegen Elementargefahren versichert. Dabei sind nahezu alle Wohnungen und Gebäude in Niedersachsen problemlos versicherbar. Eine Ausnahme gilt nur für wenige Gebiete mit besonders hoher Gefährdung. Umfassenden Versicherungsschutz für Hausrat und Eigenheime gibt es schon für weniger als 100 Euro im Jahr.

Das Geoinformationssystem der Versicherer ZÜRS hilft, das Risiko von Naturgefahren für jeden Standort in Deutschland einzuschätzen. Dort wird auch dokumentiert, wenn sich die Gefährdungsklasse für ein Gebiet durch staatliche Präventionsmaßnahmen ändert, wie das in Hitzacker an der Elbe der Fall war.

Karte: Einschätzung des Standorts Hitzacker
Bis 2009 war das Stadtzentrum in der höchsten Gefährdungsklasse GK 4 eingestuft und damit nur individuell gegen Elementarschäden versicherbar. Durch den Bau einer Hochwasserschutzmauer konnte der Stadtkern auf die Klasse GK 2 herabgestuft werden. Nun sind standardisierte Versicherungslösungen möglich.

Auskünfte zum Elementargefahrenschutz erhalten Sie von Ihrem Versicherungsunternehmen.


Sind Sie richtig versichert? Jetzt prüfen!

Für Sie heißt das: so weit wie möglich privat vorsorgen. Denn der Schadensersatz bei Naturkatastrophen ist keine staatliche Leistung.

Eine normale Wohngebäude- und eine Hausratversicherung reichen nicht aus, um sich vor den Folgen der sogenannten Elementargefahren zu schützen. Der Basisschutz umfasst nur die Gefahren Feuer, Sturm, Hagel, Blitzschlag, Leitungswasser (Frost) und in der Hausratversicherung Einbruch-Diebstahl.

Für die Elementargefahren wie Überschwemmung, Rückstau, Starkregen, Schneedruck, Erdrutsch, Erdfall, Erdsenkung, Erdbeben, Lawinen und Vulkanausbruch gibt es die Elementarschadenversicherung. Sie wird als Erweiterung der Wohngebäudeversicherung und der Hausratversicherung angeboten.

Lediglich gegen Sturmflut kann man sich nicht versichern. Die Daseinsvorsorge übernimmt in diesem Fall die Öffentliche Hand. So hat das Land Niedersachsen allein im Jahr 2010 rund 70 Millionen Euro in den Küsten- und Inselschutz investiert.


Gefahren erkennen. Präventiv handeln.

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