Die Bruttostromerzeugung in Niedersachsen bestand 2007 zu 46 Prozent aus Kernenergie, zu 21 Prozent aus Stein- und Braunkohle, zu 10 Prozent aus Öl und Gas und bereits zu über 20 Prozent aus erneuerbaren Energien.
Man unterscheidet Primär- und Endenergieverbrauch. Der Primärenergieverbrauch gibt an, wie viel Energie in einer Volkswirtschaft eingesetzt wird, um alle Energiedienstleistungen zu nutzen. Unter Endenergieverbrauch wird verstanden, was der Endverbraucher tatsächlich an Energie einsetzt.
Stein- und Braunkohle deckten im Jahr 2006 in Niedersachsen knapp 15 Prozent des Primärenergieverbrauchs (in Deutschland insgesamt fast ein Viertel). Erdgas ist mit 26,3 Prozent Anteil am Primärenergieverbrauch nach Mineralöl mit 27,6 Prozent zweitwichtigster Energieträger.
In Niedersachsen wurde Kernenergie zur Stromerzeugung seit 1968 genutzt. Die Kernkraftwerke Lingen, Stade und seit neustem Unterweser sind inzwischen nicht mehr am Netz. Derzeit werden noch zwei Kernkraftwerke - Grohnde und Emsland - betrieben. Ihr Betrieb endet 2021 beziehungsweise 2022.
Niedersachsen nutzt sowohl Wind-, als auch Wasserkraft, Sonnenenergie, Geothermie und Biomasse zur regenerativen Energiegewinnung.
Für den Zeitraum 1991 bis 2006 hat die Energieproduktivität in Niedersachsen um 17 Prozent zugenommen. Als Maßzahl für die Entwicklung der rationellen Energieeffizienz wird oft die Energieproduktivität herangezogen.