Sehr geehrte Damen und Herren,
wir freuen uns über Ihr Interesse am Niedersächsischen Umweltbericht 2010. Denn Umweltpolitik ist nur dann erfolgreich, wenn sie von den Bürgerinnen und Bürgern akzeptiert wird. Dazu ist es erforderlich, dass die Zahlen und Fakten - die als Grundlage politischer Entscheidungen dienen - für jeden transparent und nachvollziehbar sind. Hier können Sie sich nun selbst ein Bild über die Umweltqualität in Niedersachsen machen, über Fortschritte und negative Entwicklungen genauso, wie über sich abzeichnende neue Herausforderungen.
An den erhobenen Daten und Fakten werden Sie erkennen, dass sich der Zustand unserer Umwelt in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen verbessert hat. So ist die Feinstaubbelastung der Luft in Niedersachsen kontinuierlich zurückgegangen, die Qualität der Böden ist insgesamt stabil und schon im Jahr 2009 konnten bereits rechnerisch 33 Prozent des niedersächsischen Stromverbrauchs durch den Einsatz Erneuerbarer Energien gedeckt werden. Auch im Naturschutz wurden Erfolge erzielt: Zum Beispiel haben Wolf und Luchs, Biber und Fischotter wieder eine Heimat in Niedersachsen gefunden. Zu verdanken haben wir diese Erfolge einerseits dem Engagement vieler Menschen - besonders der Ehrenamtlichen im Naturschutz - und andererseits dem Fortschritt und dem Einsatz innovativer Technik. Unser Ziel ist es jetzt, diesen Standard zu halten und wo notwendig, weiter zu verbessern.
Vor Herausforderungen stehen wir nach wie vor im Hinblick auf den Eintrag einzelner Nährstoffe in das Grundwasser. Trotz großer Anstrengungen ist die Nitratbelastung auf knapp 60 Prozent der niedersächsischen Grundwasserkörper - der Fläche nach - noch immer erhöht. Eine Ursache hierfür sind Einträge aus der Landwirtschaft, aber auch die Industrie trägt dazu bei. Zum Teil haben wir es hierbei noch mit „Sünden der Vergangenheit" zu tun. Künftig werden wir daher im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie ein mehrschichtiges Programm aus Beratung und freiwilligen Agrarumweltmaßnahmen anbieten, das auf der Grundlage der jahrelangen gemeinsamen Erfahrungen von Landwirtschaft und Wasserwirtschaft entwickelt wurde. Auch der Bodenschutz wird dabei eine Rolle spielen.
Mit diesem Umweltbericht 2010 knüpfen wir an seinen Vorgänger aus dem Jahr 2006 an. Das Datenmaterial stammt aus der systematischen und kontinuierlichen Umweltbeobachtung in Niedersachsen. Neu ist, dass wir den Umweltbericht 2010 nicht mehr als kostspielige Broschüre, sondern als Anwendung im Internet veröffentlichen. So können die Inhalte künftig in deutlich kürzeren Abständen aktualisiert werden.
Der Umweltbericht 2010 ist das Werk von vielen Autorinnen und Autoren aus mehreren niedersächsischen Ministerien sowie aus vielen weiteren Dienststellen des Landes und anderen Institutionen. Die Gesamtredaktion lag im Ministerium für Umwelt und Klimaschutz. Ich danke allen Mitwirkenden für ihr Engagement und die gelungene Zusammenarbeit.
Und nun wünsche ich Ihnen eine interessante und aufschlussreiche Lektüre.
Hans-Heinrich Sander,
Niedersächsischer Minister für Umwelt und Klimaschutz
Zum Umweltbericht 2010
Hier finden Sie die Presseinformation zum Umweltbericht 2010
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